Pace die Strecke, nicht nur die Watt
Vorerst ohne Upload: Wähle eine kuratierte Radstrecke und deine Leistung, und der Planer liefert einen Pacing-Plan, der die Gesamtrennzeit optimiert — das Rad ist die Vorbereitung auf den Marathon, deshalb ist der Plan durch ein Intensitätsziel (IF), eine Surge-Grenze (VI), eine W′-Bilanz-Haltbarkeitsgrenze und ein Verpflegungsbudget begrenzt, statt dem schnellsten Split hinterherzujagen.
Fahrergewicht und FTP werden mit deinem Athletenprofil geteilt; Schwimm- und Lauftempo kommen ebenfalls von dort (im Header bearbeiten). Systemgewicht gesamt 84 kg.
Wie das funktioniert & wie du die Zahlen liest zum Aufklappen klicken
Alles wird live in deinem Browser berechnet — es gibt keinen Server. Bei jeder Bewegung eines Schiebereglers löst der Planer die gesamte Strecke neu, deshalb siehst du kurz Berechne… aufblitzen. Das Modell ist Steady-State-Physik; es ist eine Planungsschätzung, keine Garantie.
Das Ziel: die Gesamtrennzeit
Im Triathlon ist das Rad nicht das Rennen — es ist die Vorbereitung auf den Marathon. Der Planer minimiert deshalb Schwimmen + Rad + Laufen, nicht den Radsplit. Härter Rad zu fahren spart Radminuten, kostet auf dem Lauf aber weit mehr; der Plan findet die Balance.
Die Physik
Für je 50 m der Strecke balanciert er deine Leistung gegen Luftwiderstand (CdA), Rollwiderstand (Crr), Schwerkraft (Steigung) und Antriebsverluste, erhält daraus ein Tempo und summiert die Zeit. Anaerobe Ermüdung wird über W′ modelliert (siehe die Leistungszahlen); Wind und Hitze noch nicht (siehe Roadmap).
Die Leistungszahlen
- Ø — einfache Durchschnittsleistung.
- NP (Normalized Power) — gewichtet harte Antritte stärker; näher an den physiologischen Kosten.
- IF = NP ÷ FTP — die Intensität. Ironman liegt um 0.68–0.78 (grün).
- VI = NP ÷ Ø — wie wechselhaft die Fahrt ist. Nahe 1.05 gedeckelt, damit du den Lauf nicht zerlegst.
- W′ — dein anaerober Tank (kJ) oberhalb der Critical Power (≈95% FTP). Antritte leeren ihn; lockeres Fahren füllt ihn wieder. Die Kennzahl W′-Reserve ist sein tiefster Stand — leerst du ihn, deckelt der Planer die Antritte, die du dir nicht leisten kannst, und der Lauf zahlt dafür.
Gradientenabschnitte
Die Strecke wird an den Füßen und Kuppen ihrer Hügel geteilt — jeder Anstieg und jede Abfahrt ist ein eigener Abschnitt, die rollenden Stücke dazwischen bleiben ganz. Jede Zeile zeigt Tempo, durchschnittliche Watt und einen Hinweis (Anstiege drücken, Abfahrten rausnehmen). Fahre mit der Maus über eine Zeile, um sie auf der Karte zu finden.
Variable vs. konstante Leistung
Der Vergleich zeigt, was kluges Pacing bringt: Bei gleicher Durchschnittsleistung schlägt es, Watt dort einzusetzen, wo sie am günstigsten sind (Anstiege), und dort nachzulassen, wo nicht (Abfahrten), das Halten einer einzigen konstanten Zahl über die ganze Strecke.
Verpflegung & der Lauf
Der Kohlenhydratverbrauch wird aus geleisteter Arbeit und Intensität geschätzt und deiner stündlichen Zufuhr gegenübergestellt — ein Defizit warnt vor dem Einbruch. Die Laufschätzung bestraft Über-Biken und Unterversorgung — so kann ein schnellerer Radsplit trotzdem ein langsameres Rennen bedeuten.